Entspannung mit ADHS: Warum stille Meditation nicht für alle funktioniert
- 24. Juni
- 2 Min. Lesezeit
Viele Menschen mit ADHS kennen das Gefühl: Der Kopf ist voller Gedanken, die Konzentration springt von einem Thema zum nächsten und zur Ruhe zu kommen scheint fast unmöglich. Oft hört man den Tipp: «Meditiere einfach.» Doch genau das kann sich für Menschen mit ADHS manchmal eher frustrierend als entspannend anfühlen.
Die gute Nachricht: Entspannung muss nicht bedeuten, still zu sitzen und an nichts zu denken. Es gibt viele Wege, den Körper und den Geist zu beruhigen.
Laufmeditation: In Bewegung zur Ruhe finden
Bei einer Laufmeditation wird die Aufmerksamkeit bewusst auf die Schritte, die Atmung oder die Umgebung gelenkt. Das Gehen gibt dem Körper eine Aufgabe und kann dabei helfen, Gedanken weniger chaotisch wahrzunehmen. Gerade Menschen mit ADHS empfinden diese Form der Achtsamkeit oft als angenehmer als eine klassische Sitzmeditation.
Schon ein Spaziergang von zehn bis zwanzig Minuten kann helfen, den Kopf zu sortieren und Stress abzubauen.
Entspannung darf aktiv sein
Nicht jede Form von Ruhe sieht gleich aus. Auch diese Methoden können unterstützend sein:
Sanftes Yoga oder Dehnen
Atemübungen ohne Leistungsdruck
Kreative Tätigkeiten wie Malen oder Schreiben
Musik hören oder Summen
Achtsames Teetrinken
Meditationen mit geführter Stimme
Barfussgehen in der Natur
Handarbeiten oder wiederholende Bewegungen
Weniger Perfektion, mehr Selbstmitgefühl
Viele Menschen mit ADHS glauben, sie würden etwas falsch machen, wenn sie während einer Meditation abschweifen oder unruhig werden. Dabei gehört genau das dazu. Achtsamkeit bedeutet nicht, keine Gedanken zu haben. Es bedeutet, immer wieder freundlich zur Aufmerksamkeit zurückzukehren.
Es gibt kein richtig oder falsch. Manchmal sind fünf bewusste Atemzüge bereits genug.
Gemeinsam zur Ruhe kommen
Manchmal fällt es leichter, sich eine bewusste Auszeit zu nehmen, wenn man nicht alleine ist. Im Weekly Reset schaffen wir einen Raum, in dem Entspannung nicht perfekt sein muss. Mit sanften Bewegungen, Meditationen, Achtsamkeitsübungen und kleinen Ritualen darfst du einfach ankommen und den Alltag für einen Moment loslassen.
Dabei geht es nicht darum, den Kopf komplett auszuschalten oder «richtig» zu meditieren. Vielmehr darfst du herausfinden, was dir guttut und auf deine ganz eigene Weise zur Ruhe finden. Gerade für Menschen, die sich schnell überfordert fühlen oder einen aktiven Geist haben, kann eine regelmässige Auszeit in Gemeinschaft wohltuend sein.

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