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Nach der Arbeit abschalten: 7 Wege, um aus dem Funktionsmodus zu kommen

4. Sept.
4 Min. Lesezeit

Der Arbeitstag ist vorbei, aber im Kopf läuft er weiter. Du denkst an das Gespräch von heute Nachmittag, an die Nachricht, die du noch beantworten solltest, oder bereits an alles, was morgen ansteht.

Vielleicht wechselst du nach der Arbeit auch direkt in den nächsten Modus: einkaufen, kochen, Kinder abholen, Haushalt, Termine organisieren. Feierabend steht zwar im Kalender, fühlt sich aber nicht unbedingt nach Pause an.

Abschalten passiert deshalb oft nicht automatisch. Es kann helfen, dem Übergang vom Tun zum Sein bewusst etwas Raum zu geben. Dafür brauchst du keinen perfekten Abend und auch keine aufwendige Routine.

Diese sieben Ideen können dir helfen, nach der Arbeit ruhiger im Feierabend anzukommen.


Schaffe einen bewussten Übergang zwischen Arbeit und Feierabend

Wenn Arbeit und Freizeit direkt ineinander übergehen, merkt auch der Kopf manchmal kaum, dass der Arbeitstag eigentlich beendet ist.

Ein kleines Übergangsritual kann helfen. Das muss nichts Besonderes sein. Zum Beispiel:

  • den Laptop bewusst schliessen und den Arbeitsplatz aufräumen

  • auf dem Heimweg zehn Minuten zu Fuss gehen

  • zu Hause die Kleidung wechseln

  • eine Tasse Tee trinken, bevor du mit dem nächsten Programmpunkt beginnst

  • für ein paar Minuten ans offene Fenster oder nach draussen gehen

Wichtig ist weniger, was du machst. Entscheidend ist, dass du einen Moment schaffst, der dir signalisiert: Dieser Teil des Tages ist vorbei.

Gerade im Homeoffice kann das hilfreich sein. Wenn Arbeitsort und Zuhause derselbe Ort sind, fehlt der natürliche Übergang durch den Heimweg.


Schreib auf, was noch in deinem Kopf herumschwirrt

Manchmal lässt uns nicht die Arbeit selbst schlecht abschalten, sondern das Gefühl, noch an etwas denken zu müssen.

Dann kann Journaling helfen.

Du brauchst dafür weder ein besonderes Notizbuch noch eine halbe Stunde Zeit. Nimm ein Blatt Papier und beantworte zum Beispiel drei kurze Fragen:

Was beschäftigt mich gerade noch? Schreib alles auf, was gedanklich noch offen ist.

Was darf bis morgen warten? Nicht alles braucht heute noch eine Lösung.

Was brauche ich jetzt? Vielleicht Ruhe. Bewegung. Essen. Ein Gespräch. Oder schlicht zehn Minuten ohne Input.

Gedanken aufzuschreiben kann einen klaren Abschluss schaffen. Was auf dem Papier steht, muss nicht ständig im Kopf festgehalten werden.


Versuch nicht, jede freie Minute zu füllen

Der Griff zum Handy passiert oft automatisch.

Kurz Instagram öffnen. Nachrichten lesen. Ein Video anschauen. Noch schnell etwas googeln.

Das fühlt sich zunächst nach Pause an. Gleichzeitig bekommt dein Kopf weiterhin neue Informationen.

Probier deshalb einmal etwas Ungewohntes: Lass ein paar Minuten wirklich leer – ganz ohne Input, nicht als weitere Aktivität, sondern als bewusste Lücke.

Setz dich hin. Schau aus dem Fenster. Trink etwas. Hör Musik. Geh eine kleine Runde. Ohne nebenbei etwas erledigen oder konsumieren zu müssen.

Ruhe muss nicht immer produktiv genutzt werden.


Komm über den Körper aus dem Kopf

Während es bei Punkt 3 darum geht, weniger Input aufzunehmen, geht es hier um das Gegenteil: aktiv etwas zu tun – aber ohne Leistungsanspruch.

Nach einem langen Tag noch eine weitere Aufgabe auf die To-do-Liste zu setzen, hilft selten beim Abschalten.

Bewegung darf deshalb unkompliziert sein.

Du kannst dich ein paar Minuten strecken, langsam durch die Wohnung bewegen oder einzelne sanfte Yoga-Bewegungen machen, die sich für dich angenehm anfühlen. Vielleicht möchtest du auch einfach kurz die Schultern kreisen, dich ausschütteln oder einen Spaziergang machen.

Es geht nicht darum, etwas zu leisten.

Im Gegenteil: Gerade nach einem Tag voller Anforderungen darf Bewegung einmal keinen Zweck erfüllen. Kein Trainingsziel. Keine Anzahl Wiederholungen. Kein „Ich sollte".

Nur wahrnehmen, bewegen und langsamer werden.


Mach aus dem Feierabend nicht das nächste Optimierungsprojekt

Eine perfekte Abendroutine mit Meditation, Journaling, Sport, gesunder Mahlzeit, Digital Detox und zehn Stunden Schlaf klingt in der Theorie wunderbar.

In einem echten Alltag kann daraus schnell die nächste Liste entstehen, die du abarbeiten musst.

Such dir deshalb lieber eine Sache, die dir tatsächlich guttut.

Vielleicht sind es heute fünf Minuten Journaling. Morgen ein Spaziergang. An einem anderen Abend möchtest du einfach früh ins Bett.

Eine Pause funktioniert nicht besser, nur weil sie besonders durchdacht ist.


Plane Zeit für dich genauso bewusst wie andere Termine

Zeit für uns selbst landet häufig dort, wo zufällig noch etwas übrig bleibt.

Und oft bleibt nichts übrig.

Wenn du merkst, dass deine eigenen Pausen immer wieder als Erstes gestrichen werden, kann es helfen, sie bewusst einzuplanen.

Das kann ein Abendspaziergang sein, eine halbe Stunde Lesen oder ein fester Termin jede Woche, an dem du nichts organisieren musst.

Ein Termin mit dir selbst mag zunächst ungewohnt klingen. Er schafft aber einen klaren Rahmen: Diese Zeit muss nicht erst verdient werden und sie muss auch keinem anderen Zweck dienen.


Frag dich nicht nur: „Wie kann ich abschalten?" – sondern auch: „Was brauche ich gerade?"

Nicht jeder Tag braucht dieselbe Art von Erholung.

Nach einem sehr sozialen Tag möchtest du vielleicht allein sein. Nach stundenlangem Sitzen tut dir Bewegung gut. Nach einem chaotischen Tag brauchst du möglicherweise erst einmal Stille. Und manchmal hilft gerade ein Gespräch mit einem Menschen, bei dem du nichts erklären musst.

Bevor du automatisch zu deiner gewohnten Abendroutine greifst, halte kurz inne:

Was würde mir jetzt wirklich guttun?

Diese Frage ist einfach. Aber sie verändert den Blick auf Selbstfürsorge. Statt einer weiteren Vorgabe entsteht die Möglichkeit, auf den jeweiligen Tag zu reagieren.


Abschalten darf geübt werden

Es gibt Tage, an denen der Übergang in den Feierabend leichtfällt. Und es gibt Tage, an denen du körperlich längst zu Hause bist, während dein Kopf noch arbeitet.

Du musst daraus kein weiteres Problem machen.

Oft helfen schon kleine Unterbrechungen: Gedanken aufschreiben, bewusst atmen, dich sanft bewegen oder ein paar Minuten nichts tun.

Und manchmal braucht es weniger einen weiteren Tipp als einen festen Raum, in dem du all das tatsächlich machst – einen Raum, den dir sonst niemand reserviert.



Wenn es dir zu Hause schwerfällt, dir diesen Raum zu schenken

Vielleicht kennst du viele dieser Dinge längst. Und trotzdem fällt es dir im Alltag schwer, dir wirklich Zeit dafür zu nehmen.

Genau dafür gibt es den Weekly Reset bei Slowspace in Sursee. Eine bewusste Auszeit vom Alltag mit Achtsamkeit, Meditation, Reflexion und sanften Yoga Flows. Ein fester Moment in deiner Woche, um durchzuatmen, langsamer zu werden und wieder bei dir anzukommen.

Wenn du dir zu Hause selten diesen Raum schenkst, darf der Weekly Reset genau dieser Raum für dich sein.


 
 
 

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